Flüchtlinge willkommen? Ja, aber nicht vor meiner Haustür!

Bei Youtube hat Bjoern Tielebein einen Beitrag der Berliner Abendschau vom 28. September 1989 hochgeladen, der angesichts der Pegida-Proteste aktueller kaum sein könnte. Auch damals beschwerten sich Anwohner über den Bau eines Flüchtlingsheimes, welches den Ausblick aus ihren Fenstern störe. Auch damals beteuerte man, nichts gegen Flüchtlinge zu haben. Nur halt nicht gerade da.

Der einzige Unterschied: Damals waren es Flüchtlinge aus dem anderen Teil Deutschlands. Ich bin ganz froh, dass man „die Sorgen der Bevölkerung“ damals wohl nicht so „ernst genommen“ hat. Sonst gäbe es vielleicht gar keine Wiedervereinigung.

Würden sich die Pegida-Demonstranten in Dresden doch ebenfalls an die Zeit erinnern, wo Deutsche, auch aus ihrer Stadt, als Flüchtlinge Schutz und Hilfe gesucht haben:

Dankeschön, Bjoern Tielebein, für dieses Kleinod!

26173 Leser.

7 Gedanken zu „Flüchtlinge willkommen? Ja, aber nicht vor meiner Haustür!

  • 20. Dezember 2014 um 10:56
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    Die bekannten einfachen Trufgschlüsse:
    „Würden sich die Pegida-Demonstranten in Dresden doch ebenfalls an die Zeit erinnern, wo Deutsche, auch aus ihrer Stadt, als Flüchtlinge Schutz und Hilfe gesucht haben“
    Es sieht wohl gerade nicht so aus, als ob auch nur einer der Pegidas nun einer von den damaligen Ost-Flüchtlingen der Zeit der Wende war oder ist und es sich somit für erstere wohl nicht den geringsten Grund gibt, sich an „die anderen“ und deren Bedürfnisse beim Gang in den Westen “ zu erinnern – wie naiv, derartiges anzunehmen – oder eben mainstreamig nur nachgeplappert, unüberlegt.
    Abgesehen von den wenigen bekannten SozialpolitRowdys der heutigen Neonazis, die gern Pegida einkassieren würden, wird bei dir deutlich (wie übrigens bei den unmündigen „(ge)Leitmedien“ und verängstigten Mainstreampolitikern, daß du nicht im Geringaten begriffen hast, was Pegidas wollen, es sind nicht die traditionellen Zionistenfresser, die dich beschäftigen, es sind auch keine „deutsche Zionisten-Pendents“.
    Da noch völlig unklar ist, wo diese Leute hingehen (für den der Mitlesen und zuhören kann) ist dein Beitrag hier nur die übliche Mischpoche gegen Anderes, gegen Andersdenkende, du Pseudopirätchen du.

    Längst nicht alles, was heute sich in die Lage versetzt, die Öffentlichkeit für eigene Ziele zu instrumentalisieren (ARD, ZDF, DL, DW, Fraktionsvorsitzende, Chefredakteure und sogenannte „Netzwerke Ost“ bestimmter tendenziöser Journalisten und Abgeordneten) hat die Situation erfaßt, geprüft oder präzise wiedergegeben – und darauf muß nicht jeder kleine Pups auch auf den Leim gehen.
    So, wie die Demonstranten in Dresden (für die ich hier NICHT spreche) für Dinge verbal verprügelt werden sollen, die sie weder sagen noch meinen und die weniger mit ihnen als mit den traditionell-verkorksten Feindbildern sogenannter Meinungsmacher zu tun haben und diese deshalb den Demonstraten fix mal ihre eigenen Feindbilder unterjubeln, so
    kläglich ist die gegenwärtige „amtierende“ Öffentlichkeitskultur in sich versunken in simple Dialogunfähigkeit.
    Während Die Demonstranten auf dem Maidan als „Revolutionäre mit Hakenkreuz“ gefeiert werden, lehnt man sie hier mal schnell als „soziales Unkraut“ ab.
    Willkommen, Daniel Schwerd im Kreis der ungenierten Etablierten, die nicht mehr hinhören wollen den können, wenn es um eingene Versäumnisse geht.
    Wer so diese Leute da in Dresden behandelt und politisch ausgrenzen statt mit ihnen reden will, darf sich nicht wundern, wenn das genau so bemerkt und beantwortet wird.
    Im Gegensatz zu deinem Bewispiel mit den Unterschiedlichen Leuten, die sich an die Flucht der anderen erinnern sollen, haben wir hier wohl das Gegenteil:
    Die gleiche (!) Gruppe von Leuten, die schreit „Dialog zwischen Israelis und Palestinenser“ wollen den Dialog mit eigenen Landsleuten verbieten, wollen abstempeln statt zu ergründen.
    Pirat Daniel Schwerd, man muß nun wirklich nicht über jedes Stöckchen springen, das da am Wege liegt, besonders wenn man eine Weidenrute nicht von einer alten Eiche unterscheiden kann.
    Deine Beispiele haben wohl recht wenig mit den Dresdenern zu tun – aber eventuell willst du das mal so …

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  • 20. Dezember 2014 um 11:44
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    Um Fehlverständnisse zu vermeiden und falls ich mich unverständlich ausgedrückt haben sollte, kasnn man auch hier mal nachschauen:
    http://www.carta.info/76563/wutbuerger-global-je-mehr-mittelschicht-desto-mehr-demokratie/
    mit
    „Arbeitsteilige Gesellschaften können nur funktionieren, wenn sich die Menschen gegenseitig vertrauen. “ – Und WUTBÜRGER?
    Wer darf „Wutbürger“ ?
    Wer kann „Wutbürger“?
    Vertrauen – Für, mit, gegen oder durch WUTBÜRGER?

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