In eigener Sache: Bewerbung für die Landesliste NRW 2016

bewerbung

Digital und sozial im Landtag NRW

Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

unsere Gesellschaft ist tief gespalten. Ein Graben liegt zwischen Reich und Arm, zwischen Menschen, die sich eine adäquate Gesundheitsversorgung, eine gute Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und eine würdige Existenz leisten können und jenen, die das eben nicht können. NRW ist ein absolutes Negativbeispiel: Nirgendwo sonst ist diese Spaltung in Deutschland stärker gestiegen als hier. Nirgendwo sonst nimmt Kinderarmut rapider zu als in unserem Bundesland.

Seit 2012 kritisiere ich im Landtag NRW die unsoziale Politik der rot-grünen Koalition. Wir erleben eine passive Landesregierung, die sich sozialen Fragen verweigert, einen Kommunal- und Innenminister, der Applaus aus der dunkelkonservativen Ecke sammelt, einen Wirtschaftsminister, der sich in folgenlosen Ankündigungen ergeht. Die Zustände in den Turnhallen, die mit Geflüchteten belegt sind, sind katastrophal. Infrastruktur, Schulen und Straßen verfallen zusehends.

Netzpolitik und Digitalisierung

Auch in meinem Fachgebiet, Netzpolitik und Fragen rund um die Digitalisierung, versagt die Landesregierung kläglich. Ministerpräsidentin Kraft zeigte ihre Hilflosigkeit deutlich in einer peinlichen Regierungserklärung mit der Überschrift „Megabits, Megaherz, Megastark“, ohne Vision, wie die digitale Revolution, wie die Veränderungen durch Industrie 4.0 aktiv zu meistern sind. Im flächendeckenden Breitbandausbau hat die Landesregierung aufgegeben, zur sozialen Spaltung tritt jetzt auch noch eine digitale.

Wir müssen die Medienkompetenz unserer Kinder fördern, Privatsphäre, Datenschutz und digitale Bürgerrechte stärken, wir müssen gegen Überwachung im Internet und gegen die Übermacht multinationaler Konzerne im Netz kämpfen!

Erfahrung und Transparenz

Seit 2012 bin ich im Landtag NRW. Neben netz-, medien- und wirtschaftspolitischen Themen habe ich vieles aus dem Bereich Antifaschismus, Soziales und Kommunales thematisiert. Auch in Opposition gelang es, Politik des Landes erfolgreich mitzugestalten. Transparenz ist dabei Teil meiner politischen Philosophie.

Durch meine Arbeit im Landtag versuche ich tagtäglich meinen Beitrag dazu zu leisten, damit die LINKE.NRW 2017 wieder in Fraktionsstärke in den Landtag einzieht. Gemeinsam mit der kommenden LINKEN-Fraktion will ich im Bereich der Netzpolitik und Digitalisierung, Medien und Wirtschaft, Antifaschismus und Antirassismus weiter aktiv sein und LINKE Politik stärken.

Ich möchte dazu beitragen, dass Arbeit 4.0, Industrie 4.0 und Wirtschaft 4.0 zu Solidarität 4.0 führen, zu einer sozialen, fairen und gerechten digitalen Zukunft. Über Eure Unterstützung dabei würde ich mich sehr freuen!

Informationen

Politisch

  • 2009-2015: Mitglied Piratenpartei
  • 2010: Gründung Kreisverband Köln
  • 2010-2013: Kreisvorsitzender Köln
  • Seit 2012: Mitglied des Landtags NRW
  • Netz-, Medien- und Wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion
  • Mitglied und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Kultur und Medien
  • Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk
  • 2012-2015: Aufsichtsrat NRW.INVEST
  • Seit 2015: Mitglied Medienkommission der Landesanstalt für Medien (LfM) NRW
  • März 2016: Eintritt LINKE.NRW
  • Sprecher und Mitbegründer der LAG Netzpolitik
  • Mitglied des Sprecher*innenrates der LAG BGE
  • Aktives Mitglied in der LAG Demokratie, Innen- und Rechtspolitik

Beruflich und Privat

  • 50 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder
  • Geboren und wohnhaft in Köln
  • Ausbildung: Mathematisch-technischer Assistent
  • Diplom-Informatiker (FernU Hagen)

Voten

  • Ich trete mit den Voten meines Ortsverbandes und der LAG BGE an

Transparenz

  • Meine Arbeit im Landtag ist vollständig auf meiner Webseite dokumentiert:
    http://www.daniel-schwerd.de. Dort findet Ihr alle Dokumente, Reden, Pressespiegel, Lebenslauf etc.

Die Bewerbung als PDF-Dokument herunterladen.

Die von mir verwendeten Fotos hat übrigens Niels Schmidt von den Linken NRW gemacht.

21248 Leser.

6 Gedanken zu „In eigener Sache: Bewerbung für die Landesliste NRW 2016

  • 29. November 2016 um 08:00
    Permalink

    Hallo Herr Schwerd darfich sie Fragen auf welchen listenplatz sie antreten werden ?

    Antwort
    • 29. November 2016 um 10:13
      Permalink

      Es geht um Platz 12. Entscheiden tut allerdings die Mitgliederversammlung, wer letztlich auf welchen Platz gewählt wird, da ist nichts vorab vergeben oder zugesagt.

      Antwort
  • 29. November 2016 um 22:05
    Permalink

    @Daniel Schwerd
    Mit den meisten deiner inzwischen doch gereiften Ansichten stimme ich überein und freue mich für dich über den politischen Platz, den du da endlich wenn auch verspätet gefunden hast.
    Ich bin keinE LINKE(r) und erlaube mir dennoch, das so auszudrücken, zumal ich deinen Weg über Jahre – gelegentlich nötigerweise unsanft – verfolgt habe.

    Über eines würde ich an deiner Stelle jedoch nochmal neu nachdenken:
    Die „tiefe Spaltung unserer Gesellschaft“, zu der du meinst:
    „unsere Gesellschaft ist tief gespalten. Ein Graben liegt zwischen Reich und Arm, zwischen Menschen, die sich eine adäquate Gesundheitsversorgung, eine gute Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und eine würdige Existenz leisten können und je¬nen, die das eben nicht können.“

    Ja, das ist genau so, mit DIESEM Graben, es ist leider nicht der einzige „tiefe“ in unserer Gesellschaft, wie du sicher weist …
    Die Gräben verlaufen inzwischen eben nicht nur „zwischen arm und reich“, sondern unabhängig davon auch zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und gesellschaftlichem Ausschluss davon, zwischen einem selbsternanntem „mainstream“ samt dazu (!!) gehörigem Establishment und dem „Rest“, der gern öffentlich als „Pack“, als „Menschen mit kalten Herzen“, als „Schande“ usw. usw. gebasht wird, ohne verantwortungsvoll für entsprechenden friedlichen gesellschaftlichem Ausgleich zu sorgen, denn eine erneute ENTSORGUNG dürfte ausgeschlossen sein – was wohl dann keine Demokratie wäre.

    Von den Gräben, die fundamentalistische Politiker oder ebensolche Vertreter aller (!) Religionen gegenwärtig sogar bis zum Terrorismus hochschaukeln, ganz zu schweigen.
    Betrachte ich also all diese Gräben, diese vielen, so ergibt sich sogar die Spaltung queer durch den einzelnen Menschen, der in der einen Frage hier und in der anderen auf einem völlig anderen Platz steht und die grosse Frage bleibt:
    Wofür entscheidet der sich, wenn er dazu aufgerufen oder gezwungen ist?

    Um es deutlich auszusprechen:
    TRUMPelei, TRUMPismus lässt grüssen – und nicht ein „Rechtsruck“, sondern Zerrissenheit ob dieser Früchte der letzten Jahrzehnte, einer Demokratie-Praxis, die kaum das Wort noch wert war und uns weltweit in dieser Demokratiezerstörung nun überall Scherbenhaufen hinterlassen hat, ist „Schuld“ daran, der vermeintliche „Rechtsruck“ ist Folge, nicht Ursache.
    Nicht Trump hat das in den USA so gemacht, sondern die USA samt ihren Bushs und Clintons hat diesen Trump gemacht – und hier wird es nicht viel anders sich herausstellen.

    Als die LINKE sich bildete, hatte ich mal die Hoffnung, dass nun genau dieser Trend aufgehalten werden kann, dass wieder friedlicher demokratischer AUSGLEICH das Prä des mainstreams und dieser wieder gesellschaftlich nützlich weil konstruktiv wird.
    Würde mich freuen, wenn du daran werkeln möchtest und den dazu erforderlichen Platz erhältst.

    Antwort

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