Flüchtlingen in NRW ein festes Dach über den Kopf!

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„Ein Haus ist eine Arche, um der Flut zu entrinnen.“ – Katherine Mansfield

Die zahlreichen flüchtenden Menschen, die zur Zeit zu uns nach Nordrhein-Westfalen kommen, werden teils notdürftig in Turnhallen, teils in Zelten unter freiem Himmel untergebracht. Beides kann nur eine Notlösung sein, und der Winter naht. Unter den Flüchtlingen sind Kinder, Kranke und alte Leute, denen solche Provisorien nicht zugemutet werden dürfen.

Langfristig ist die dezentrale Unterbringung in Wohnungen „mitten im Leben“ die beste Lösung, damit geflohene Menschen möglichst schnell zur Ruhe finden, und sich in die Gesellschaft einfügen können. Aber auch eine kurzfristige Unterbringung muss in einer sicheren und angemessenen Wohnstätte sein.

Die Landesregierung NRW ist aufgefordert, alle eigenen Möglichkeiten zur menschenwürdigen Unterbringung auszuschöpfen. Dazu eignen sich grundsätzlich auch eigene Immobilien, sowie die des Bundes in NRW, mindestens jedenfalls, wenn sie derzeit ungenutzt sind. Dazu sind insbesondere auch leerstehende Kasernen des Bundes ins Auge zu fassen, die Baumärkten und Turnhallen sowie Zeltstädten vorzuziehen wären, zumindest soweit damit aus Kriegsgebieten geflohene Menschen nicht zusätzlich traumatisiert werden können.

Auch in Gästewohnungen des Landes, seiner Behörden und landeseigener Betriebe können Flüchtlingsfamilien wohnen. Solche Wohnungen des Bundes in NRW sind dafür ebenfalls geeignet. Die Unterbringung von Flüchtlingen hat dabei sicher Vorrang vor der von solchen Gästen, die sich auch eine Hotelunterbringung leisten könnten.

Gleichzeitig stehen in NRW zahlreiche Gewerbeimmobilien, Büroetagen und –Gebäude leer. Die Leerstände ziehen sich oft schon seit Jahren hin, und eine Unterbringung unter einem festen Dach ist allemal besser als in einem zugigen Zelt. Wasseranschlüsse und Elektrizität sind vorhanden, sanitäre Einrichtungen lassen sich schneller hinzufügen.

Ich habe drei kleine Anfragen gestellt, die das Land auffordern, die beschriebenen Formen der Unterbringung zu prüfen und stärker zu nutzen. Diese findet ihr hier:

Damit ist diese kleine Serie von Anfragen sicher nicht abgeschlossen, da gibt es gewiss noch sehr viel mehr geeignete, tolle Ideen. Gerne nehme ich weitere Anregungen entgegen.

20705 Leser.

7 Gedanken zu „Flüchtlingen in NRW ein festes Dach über den Kopf!

  • 28. September 2015 um 11:42
    Permalink

    Und nun?
    Alles getan, mit „3 kleinen Anfragen“, und / oder „3 kleinen Antworten“ darauf?

    Das kommt daher, wie eine Alibi-Aktion im Sinne, auch ich bin politisch dafür – und weiter?

    Wer wird daraufhin etwas machen?
    (kein Vorschlag, wer wie Eigentümer von Büroetagen etc. rechtsstaatlich „auf Katastrophe“ zusammen biegt)

    Kein Wort zur Ursache des gegenwärtigen eurasischen (!!) und eufrokanischen Flüchtlingsunwesens, das Menschen ihren Lebensplatz und ihre Daseinsmöglichkeiten samt deren Strukturen nimmt oder zerstört durch horrende „Aktionen“ des Westens, die dieser angeblich zwecks Demokratie“Export“ und „Regimechange“gewaltsam militärisch unter Vortäuschung falscher Hintergründe für die Weltöffentlichkeit dort inszenierte.

    Obwohl jeder weiss:
    Solange das nicht mit ungeheurem Druck beendet und behoben wird, werden neue Katastrophen für dortige Menschen und damit neue Flüchtlinge in Massen regelrecht „produziert“.
    Die beste Hilfe für Flüchtende ist die Beendigung und Beseitigung der militärischen u.ä. Fluchtursachen, der Überlebens- und Entwicklungshilfen vor Ort oder in deren Nähe in bereits selbst gewählten „Flucht-Hotspots“, die alle in großer Vielzahl längst seit Jahren vorhanden sind …
    Ich komme mir mit Aufrufen (Anfragen) wie bei deinem stets wie politisch amputiert und hilflos vor, weil der erforderliche Druck in unserem Land nur durch scharfe Darlegung der eigentlichen Fluchtursachen als die globalegoistischen Ansprüche „des Westens“ – zu dem sich Deutschland zählt – erzeugt werden kann, um die schäbigen „Erfolge“ solcher kriegerisch Staatsstrukturen zerstörenden West-Großmachtambitionen, die sich als ungeheure leidvolle Flüchtlingsmengen nun unaufhörlich in Deutschland einfinden.

    Ohne harten und lauten Verweis auf diese diversifizierbaren Zusammenhänge und die Eigenverantwortung auch Deutschlands für die Zerstörung der Lebensbedingungen dieser Flüchtigen, und das für alle Deutschen unübersehbar, wirst du mit „kleinen Anfragen“ nur am politischen Gegner, der selber ratlos ist, nur herumpopeln.
    Mit Blick auf dessen Schwächung für künftige Wahlen.

    Das reicht mir z.B. nicht, in gewisser weise ist es nicht nur zu spät (über ein Jahr nach den merkwürdig passenden und noch nicht fremdenfeindlichen Hinweisen der Dresdener „Spaziergänger“, die niemand in dem Verständnis wahrhaben wollte, wie es schon damals geäußert war), sondern auch als Salonpolitik doch etwas skuril für diesen Deinen Landtag daher kommt, gewissermassen viel „pro“ und nichts an „…gressiv“

    Antwort

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